Frühling, Pollen und Photobiomodulation: Kann Rotlichttherapie bei Allergien helfen?
- Jana Drnkova
- 9. Apr. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Apr.
Mit dem Frühling kommen die Blüten und der Pollen in die Luft – für Allergiker bedeutet das oft Niesen, juckende Augen, verstopfte Nase und Müdigkeit. Während viele Menschen auf Antihistaminika oder Nasensprays zurückgreifen, wächst das Interesse an nicht-medikamentösen Alternativen wie der Rotlichttherapie, auch bekannt als Photobiomodulation (PBM).
Könnte diese sanfte Lichtanwendung helfen, die Symptome saisonaler Allergien zu lindern? Werfen wir einen Blick auf die möglichen Mechanismen.
Wie Rotlichttherapie wirken könnte
PBM nutzt rotes und nahinfrarotes Licht, das tief in Gewebe eindringen kann. Dabei könnten mehrere Effekte eine Rolle spielen:
Entzündungshemmung: Allergische Reaktionen entstehen durch Überreaktionen des Immunsystems, bei denen Histamine freigesetzt werden. Lichttherapie kann die Entzündungsreaktionen in Schleimhäuten und Gewebe potenziell beruhigen.
Förderung der Durchblutung und Lymphaktivität: Eine bessere Durchblutung kann dabei helfen, Allergene schneller auszuscheiden und die Dauer oder Intensität der Symptome zu verringern.
Unterstützung des Immunsystems: Erste Studien legen nahe, dass PBM die Aktivität bestimmter Immunzellen modulieren und die Freisetzung entzündlicher Stoffe reduzieren könnte.

Was die Forschung zeigt
Klinische Untersuchungen deuten darauf hin, dass PBM die Entzündung in den Nasengängen reduzieren und Symptome wie verstopfte Nase, Niesen oder laufende Nase lindern kann.
Fallstudien berichten, dass regelmäßige Sitzungen an den Nasengängen und Nebenhöhlen die Symptome saisonaler Allergien verringern können.
PBM könnte die Reaktion des Immunsystems auf Allergene modulieren, wobei die Forschung hier noch in den Anfängen steckt.
Warum Rotlichttherapie als Ergänzung interessant sein könnte
Nicht-invasiv und medikamentenfrei: PBM erfordert keine Tabletten oder Sprays, was für Menschen interessant ist, die Nebenwirkungen vermeiden möchten.
Minimal invasive Nebenwirkungen: In der Regel spürt man nur eine leichte Wärme an der behandelten Stelle.
Weitere potenzielle Vorteile: Viele Anwender berichten von verbesserten Haut- und Gewebeparametern, entspannender Wirkung oder schnellerer Regeneration nach Belastung.
Wichtig zu wissen
Rotlichttherapie ist noch kein Ersatz für ärztlich empfohlene Behandlungen. Wer saisonale Allergien hat, sollte weiterhin die Empfehlungen von Gesundheitsdienstleistern beachten. Die bisherigen Studien zu PBM bei Allergien sind vielversprechend, aber noch begrenzt – weitere Forschung ist nötig, um die Wirksamkeit vollständig zu verstehen.

Fazit
Photobiomodulation könnte eine natürliche, sanfte Ergänzung zur Linderung saisonaler Allergiesymptome sein. Durch mögliche entzündungshemmende Effekte, die Unterstützung der Durchblutung und die modulierte Immunreaktion könnte PBM helfen, Beschwerden wie Niesen, juckende Augen und verstopfte Nase zu reduzieren.
Hinweis: Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei ernsthaften oder anhaltenden Allergiesymptomen sollte stets ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.
Ressourcen:
Pinar, M., & Şahin, G. (2017). Photobiomodulation therapy in allergic rhinitis. Journal of Photochemistry and Photobiology B: Biology, 170, 79-85.
Gabi, C., & Ríos, R. (2020). Efficacy of red light therapy in treating seasonal allergy symptoms: A case study. Clinical Practice in Medicine, 3(2), 32-35.
Kolyvakis, T., & Demetriou, E. (2019). Photobiomodulation and the immune response: Insights from preclinical models. Frontiers in Immunology, 10, 2858.




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