Rote Lichttherapie und Diabetes
- Jana Drnkova
- 29. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Apr.

Rote Lichttherapie (RLT), auch bekannt als Photobiomodulation, gewinnt zunehmend Aufmerksamkeit für ihre potenziellen Effekte auf Gesundheit und Stoffwechsel. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass RLT möglicherweise den Blutzuckerspiegel beeinflussen könnte. Dieser Text beleuchtet die Grundlagen, mögliche Wirkmechanismen, erste Forschungsergebnisse und Anwendungsideen – ohne medizinische Empfehlungen zu ersetzen.
Wie Rote Lichttherapie wirkt
Bei RLT wird der Körper gezielt rotem oder nahinfrarotem Licht ausgesetzt. Dieses Licht dringt in die Haut ein und wird von den Mitochondrien – den „Kraftwerken“ der Zellen – aufgenommen. Dort kann es die Energieproduktion steigern, den Zellstoffwechsel fördern und Entzündungen potenziell reduzieren.
Forschung zu Blutzucker und RLT
Einige Studien haben untersucht, wie sich rote Lichttherapie auf Blutzuckerwerte auswirken könnte:
In einer Untersuchung im Journal of Biophotonics zeigte eine 15-minütige RLT-Anwendung, dass der Anstieg des Blutzuckers nach Glukoseaufnahme bei gesunden Personen um etwa 27 % verringert wurde, während die Spitzenwerte um rund 7,5 % sanken.
Ähnliche Ergebnisse berichtete eine Analyse von Healthline, die von einer Senkung des Blutzuckers um nahezu 30 % nach 15-minütiger Anwendung bei gesunden Erwachsenen sprach.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Studien an gesunden Personen durchgeführt wurden. Die Wirksamkeit bei Menschen mit Diabetes ist noch nicht umfassend erforscht.

Mögliche Anwendungsideen
Wer RLT als ergänzende Maßnahme betrachten möchte, könnte folgende Punkte beachten:
Konsultation eines Gesundheitsdienstleisters vor Beginn.
Verwendung zertifizierter Geräte, um Sicherheit und angemessene Lichtdosis zu gewährleisten.
Einhalten der empfohlenen Dauer und Häufigkeit der Sitzungen.
Regelmäßige Blutzuckermessungen, um mögliche Veränderungen zu beobachten.
Anwendungsbereiche und Dauer
Um den Stoffwechsel zu unterstützen, wird RLT oft an Bereichen mit höherem Fettgewebe wie Bauch oder Oberschenkeln angewendet. Sitzungen dauern typischerweise 10–20 Minuten, 3–5 Mal pro Woche. Die exakten Parameter sollten den Herstellerangaben und ärztlicher Beratung folgen.
Potenzielle Vorsichtsmaßnahmen
Menschen mit empfindlicher Haut könnten leichte Reizungen spüren.
Personen mit Fotosensitivitätsstörungen sollten ärztlichen Rat einholen.
Schwangere sollten vor Anwendung RLT mit einer medizinischen Fachkraft besprechen.
Fazit
Rote Lichttherapie zeigt in ersten Studien interessante Effekte auf den Blutzucker, insbesondere bei gesunden Erwachsenen. Sie könnte eine natürliche, ergänzende Option sein, die Stoffwechselprozesse unterstützt. Um ihre Wirksamkeit bei Diabetes oder anderen Erkrankungen vollständig zu verstehen, sind jedoch weitere Studien nötig.
Hinweis: Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Vor der Anwendung bei gesundheitlichen Problemen, insbesondere bei Diabetes, sollte ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.
Quellen:
Healthline: "Type 2 Diabetes: Red Light Therapy May Help Lower Blood Sugar" – An article discussing research on red light therapy's impact on blood sugar levels. Healthline+1Medical News Today+1
Diabetes.co.uk: "Red Light Therapy: How it Works, Uses, Benefits, Risks" – A comprehensive overview of red light therapy, its applications, and safety considerations. Diabetes.co.uk
Journal of Biophotonics: "Light Stimulation of Mitochondria Reduces Blood Glucose Levels" – A study examining the effects of 670 nm light exposure on blood glucose levels in healthy individuals. News-Medical+3PubMed+3EverydayHealth.com+3
Healthline: "Is Red Light Therapy Effective for Diabetic Neuropathy?" – An article exploring the potential benefits and risks of red light therapy for diabetic neuropathy. Healthline
Medical News Today: "Type 2 Diabetes: Red Light Therapy Could Help Lower Blood Sugar Levels" – A report on studies suggesting red light therapy's role in managing blood sugar levels.




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