Ein gezielter Ansatz bei Schlafstörungen (Schlaflosigkeit)
- Jana Drnkova
- 7. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Apr.
Was ist Photobiomodulation (PBM)?
Photobiomodulation (PBM) nutzt Licht – vor allem rotes Licht (ca. 660 nm) und nahinfrarotes Licht (ca. 850 nm) – um die natürliche Erholung des Körpers zu unterstützen. Dieses Licht kann in die Haut und das Gewebe eindringen, die Zellenergie anregen und das Nervensystem beruhigen, wodurch es potenziell den Schlaf und die Regeneration fördern kann.

Warum PBM beim Schlafen helfen kann
Unterstützt die Reinigung des Gehirns
Schlaf ist wichtig für die Reinigung des Gehirns. PBM kann den „Abfalltransport“ im Gehirn anregen und helfen, Stoffwechselreste zu beseitigen. Das kann zu tieferem, erholsamem Schlaf beitragen.
Hilft beim zirkadianen Rhythmus
Im Gegensatz zu blauem Licht unterdrückt PBM das Schlafhormon Melatonin nicht. Wenn es richtig eingesetzt wird – besonders am Abend – kann es helfen, den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren.
Fördert Entspannung und Stressabbau
PBM kann beruhigend auf das Nervensystem wirken, Stress reduzieren und die Entspannung vor dem Schlafen unterstützen. Das kann das Einschlafen erleichtern und den Schlaf verbessern.
Wie man PBM für besseren Schlaf nutzen kann
Wellenlängen: Rot (ca. 660 nm) wirkt eher oberflächlich und kann die Ruhe fördern; nahinfrarot (ca. 850 nm) dringt tiefer ein und kann die Zellenergie steigern.
Timing: Ideal 1–2 Stunden vor dem Schlafengehen.
Dauer: 10–20 Minuten pro Sitzung, kann nach Gefühl angepasst werden.
Pulsmodus: Langsame oder kontinuierliche Lichtimpulse können beruhigend wirken, schnelle Impulse eher aktivierend.
Beliebte Bereiche zur Lichtanwendung:
Stirn / Kopf: Kann helfen, Gehirnaktivität zu beruhigen.
Brust / Herzbereich: Kann Entspannung fördern.
Nacken / Vagusnerv: Unterstützt Ruhe und Gelassenheit.
Wirbelsäule / Rücken: Kann indirekt das Nervensystem ausbalancieren.
Beim Ausprobieren gilt: Augen schützen oder schließen, Licht ruhig angenehm dosieren und auf den eigenen Körper hören.
Praktische Tipps
Beginne mit kurzen Sitzungen, um zu sehen, wie dein Körper reagiert.
Kombiniere PBM mit anderen entspannenden Abendritualen wie leichter Dehnung, Atemübungen oder warmem Licht in der Umgebung.
Beobachte, wie dein Schlaf sich über einige Wochen verändert – manchmal reichen kleine Veränderungen, um die Schlafqualität spürbar zu verbessern.
Zusammenfassung
PBM kann eine sanfte, nicht-invasive Möglichkeit sein, die Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen. Durch Licht auf die Zellen und das Nervensystem kann es helfen, den Körper zu entspannen, die Erholung zu fördern und den Schlaf möglicherweise tiefer und erholsamer zu machen.
Verweise
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Hamblin MR. (2016). Mechanismen der Photobiomodulation . Zeitschrift für Biophotonik




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